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Katharina Schaefer: auschwitz heute. Digitale Präsentation zum Blättern und Suchen


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Katharina Schaefer: auschwitz heute. Digitale Präsentation zum Blättern und Suchen

Dateiformat: Portable Document Format

 

Autor:

Katharina Schäfer

Kurztext

digiprimo Werbung für das Buch:

auschwitz: heute
Ein Literaturprojekt in Berlin von Katharina Schäfer

"Ich komme aus Berlin, nicht aus Deutschland"

Das Projekt von Katharina Schäfer hat sich in Berlin auf den Weg zu Menschen gemacht, für die Auschwitz zu Deutschland gehört. Sie erzählen von ihrer persönlichen Haltung, ihren Erfahrungen, ihrer Unsicherheit, wenn das Gespräch auf die eigene Familie kommt. Der Foto-Text-Band wirft ein Licht in die Innenräume einer Gesellschaft, in der Auschwitz eine identitätsstiftende Rolle spielt.

Kategorien:

Copyrightvermerk:

Joanmartin Literaturverlag

Schlagworte:

Auschwitz, Gesellschaft, Krieg, Antisemitismus, Judentum, Mahnmal, Berlin, Deutschland, Katharina Schäfer, Autorin

ISBN:

3-935401-01-9

Verlag:

Joanmartin Literaturverlag

 

 

Langtext:

Katharina Schäfer lebt als Autorin und Verlegerin in Berlin. Sie hat u.a. den Lyrikband "weil ich keine jüdin bin" publiziert.

Inhalt
Einleitung
Einleitung 9
Erste Lesung 13
"Ich komme aus Berlin, nicht aus Deutschland"
Dolores M., 27 Jahre, Soziologin 16
"Die Erkenntnis der emotionalen Unfähigkeit"
Lars M., 25 Jahre, Student der Geschichts- und Politikwissenschaft 23
"Als 3. Generation haben wir nichts mehr damit zu tun"
Hanna N., 21 Jahre, Erzieherin 34
"Was, wenn nicht das, sollte mich beschäftigen ...?" Milan K., 23 Jahre, Student der Ethnologie 45
Zweite Lesung 55
"Meine kleine Lebenslüge"
Michael S., 47 Jahre, Verwaltungsbeamter 58
"Trotzdem trage ich diese Schuld mit mir rum"
Norbert L., 35 Jahre, Verwaltungsbeamter 64
"Wir sind selbst Opfer des Nationalsozialismus"
Werner B., 49 Jahre, Historiker und Künstler 77
"So genau will ich es gar nicht wissen"
Helmut Barnick, 52 Jahre, Verwaltungsbeamter 88
"als würde Licht in das Dunkel gebracht"
Carola N., 37 Jahre, Grundschullehrerin 99
"Meine Generation muss unheimlich viel reden" Magdalene J., 38 Jahre, Krankenpflegerin 104
Dritte Lesung 113
"Wir haben diesen Verstehensdrang"
Kai J., 20 Jahre, und Louis-Philipp M., 20 Jahre, Zivildienstleistende 116
"Ich habe Verständnis für meine Großeltern"
Tilman R., 20 Jahre, Zivildienstleistender 122
Vierte Lesung 133
"Ich hab meinen Opa rausgeschmissen"
Julia E., 23 Jahre, Studentin der Germanistik und Geschichte 136
"Das Pflichtprogramm war zu viel für mich"
Karina S., 22 Jahre, Studentin der Rechtswissenschaften 145
"Ich habe geträumt, ich bin in einem KZ"
Emma H., 23 Jahre, Studentin der Germanistik und Politischen Bildung 151
"Ich habe Verständnis, wenn mich jemand beschimpft" Peter A., 23 Jahre, Student der Politikwissenschaft 159
Fünfte Lesung 167
"Es ist ja letztlich die Sprache, mit der man sich outet?"
Kerstin B., 27 Jahre, Studentin der Germanistik und Romanistik 170
"Wie viel hat dieser Mann mit dir zu tun?
Johanna K., 23 Jahre, Studentin der Geschichte und Politikwissenschaft" 179
"Ich empfinde große Wut"
Beate S., 25 Jahre, Studentin der Neueren Geschichte und Bibliothekswissenschaft 188
"Uns fehlt die Innenperspektive der Überlebenden" Sandra V., 23 Jahre, Studentin 196
"I believe in commemoration"
Amelia K., 25 Jahre, Studentin 207
Sechste Lesung 221
"Ich sehe da nicht viel von Schuld"
Hans-Dieter P., 77 Jahre, ehem. Buchhändler und Historiker 224
"Irgendwas ist noch nicht richtig gesagt"
Marie-Kristin A., 22 Jahre, Studentin der Amerikanistik 233
Siebente Lesung 241
"Ich kann mir keinen überzeugten Antisemitismus vorstellen"
Cem S., 28 Jahre, Literaturwissenschaftler, Projektmitarbeiter 244
"Ich will der Normalität etwas entgegensetzen"
Selbstinterview, Berlin 2003 255

»Gibt es keine schöneren Themen?« werde ich oft gefragt. Meine Antwort ist: Nein. Es gibt kein schöneres Thema als die Realität. Auschwitz ist ein wesentlicher Teil dieser Realität, wenn nicht der wesentlichste.
Die Idee zu diesem Buch entstand aus dem Wunsch, ein polyphones Stimmungsbild zu realisieren, ein Kaleidoskop von Haltungen nicht-jüdischer Deutscher zu Auschwitz. Bewusst habe ich dafür nach Menschen gesucht, die, wenn sie Auschwitz hören, nicht weglaufen, sondern aufmerksam werden und bereit sind, über ihre Erfahrungen zu sprechen.
Für mich ist Auschwitz kein abgeschlossenes Kapitel, interessant allenfalls für Historiker oder zum offiziellen Gedenken. Mich interessiert die aktive Auseinandersetzung, von der Erinnerungsarbeit über die Pädagogik bis zur Politik. Mich bewegt, wenn die Kinder und Kindeskinder der großen und kleinen Täter aus dem Schatten ihrer Väter und Mütter treten, nicht pflichtschuldig, sondern aus freier Entscheidung. Gerade auch von Nachfahren ist aber immer wieder zu hören, dass "endlich" Schluss sein müsse mit "diesem" Thema.
Tatsächlich neigt die bundesdeutsche Gesellschaft dazu, Auschwitz als Thema auszusortieren, unter Judentum, Historie, Gedenken. Der im Wesentlichen katholisch motivierte Bau des Mahnmals folgte einem ähnlichen Ziel. Man zahlt viel Geld, um Buße zu tun und glaubt an die Erlösung von Schuld. »Das Schöne an der Schuld ist das Gedenken«, dichtete unlängst ein Kabarettist.
Gedenken befreit von Selbstreflexion. Das Mahnmal selbst lädt dazu ein.

 

 

Verkauf und Vertrieb:

  • Buch/Zeitschrift gedruckt

Originalpreis inkl. 7%:

€ 19,90

Zusätzlich:

Paperback, 296 Seiten, 14 Farbfotos

Dieses Buch können Sie bei digiprimo bestellen. Wir leiten die Bestellung dann am Verlag weiter.
www.joanmartin.de

Rechteinhaber:

Katharina Schäfer