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Tran_Derks_Engels. Ausstellung


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Tran_Derks_Engels. Ausstellung

Dateiformat: JPEG-Bild

 

Autor:

Tran_Derks_Engels. Ausstellung

Kurztext

"über das was ist" von Carolin Derks, Foto 8
In den Räumen der Stadtbücherei Heidelberg zeigt Carolin Derks ein Ensemble aus 20 kleinformatigen Fotografien. Die Online-Präsentation beginnt mit Foto 1 oben links.

Weitere Informationen finden Sie unter DETAILS

Kategorien:

Copyrightvermerk:

Carolin Derks

Schlagworte:

Fotografie Schwarzweiß Nahaufnahme Ausschnitt junge Frau Im Freien Natur Tag Eine junge Frau Wasser Wegsehen RŠtsel Einsamkeit Denken Verletzlichkeit Suchen Isoliert Nachdenklich Blick zur Seite

 

 

Langtext:

Diplomarbeit, "über das was ist."(Buchgestaltung+Fotografien)
Fachhochschule Düsseldorf, Fachbereich Design
Betreuende Referenten: Prof. Uwe J. Reinhardt und Prof. Gerhard Vormwald

Von 2000 bis 2006 studierte ich Kommunikationsdesign an der Fachhochschule Düsseldorf.
Die Ausstellung beinhaltet Fotografien aus meinem Buch "über das was ist.", die im Zuge meiner Diplomarbeit zum Thema "Lyrik trifft Fotografie - Konzeption und Entwurf von Kommunikationsmitteln zu lyrischen Texten eines Jungautors", entstanden sind. Sie stehen stellvertretend für meine Auseinandersetzung mit Gedichten. Diese gaben mir Vorgaben, Vorschläge, Anstöße, Anlässe, Anregungen, Impulse, Spuren und Gelegenheiten. Meine Bilder vermitteln auf unterschiedliche Weise ein Gefühl, das durch das Lesen der Gedichte entstanden ist, und stellen somit eine Form der Interpretation dar. Die ausgestellten Fotografien zeigen eine Serie von insgesamt 20 schwarzweißen und farbigen Bildern.

Fotografien:
Ich zeige eine Zusammenstellung von 20 Bildern, die augenscheinlich nichts miteinander zu tun haben. Ich finde darin eine Verbindung. Meine Bilder wurden von mir so arrangiert, dass ihre Bedeutung ständig in Bewegung bleibt. Ich stelle keine singuläre Interpretation dar.

Die Aussage meiner Bilder veranschaulicht nicht die Fähigkeit der Verzweifelung und der Kraftlosigkeit. Nicht jeder Rückzug ist gleich subversiv und nicht jede Schwäche ist gleich eine Verweigerung. Das Leiden interessiert mich nicht, sondern jener verschwundene Moment, der ein unwiederbringlicher Augenblick zu sein scheint. Das Bildsujet kann somit Erweiterung in Bezug auf die Umdeutung der Gedichte sein. Kraft und Zuversicht einer Person kann durch Dokumentation in realen oder inszenierten Serien und Einzelbildern zum Ausdruck gebracht werden.

Zur Erläuterung:
Die Gedichte von Christian Ettwig beginnen meist mit sehr melancholischen und hoffnungslosen Gedankensplittern: "Nach Verständnis ringend", "Zerberstende Gedanken, dein Bild explodierend verdrängt!?, ?Eingraben, der Einsamkeit Willen?, ?Geweinte Gedanken In gedachter Kälte." oder "Schon wieder alleine". Was er immer wieder zu sagen scheint: Der Moment voller Sehnsucht, Einsamkeit, Angst, Verlorenheit und Erinnerung. Er schreibt von "Ohnmachtserfahrungen", "Erinnerungsromantik", und immer wieder das "An-dich-Denken". Er diagnostiziert die Verfassung seines Herzens: die Verletzlichkeit. Dadurch entsteht eine Atmosphäre der Offenheit und Leidenschaft. Auch wenn die alte Geschichte vom Liebesleid schon so oft erzählt worden ist, sie bleibt haften. Es sind oft Gedichte von der missglückten Liebe, die eine gewisse Grundmelancholie in sich tragen. Man hat den Eindruck, dass in seinem Kopf und Gefühlsleben ständige Unruhe und Zweifel herrschen. In der Einfachheit, in der er die Dinge ausdrückt, ist die Dringlichkeit, die keine Wiederholung scheut. Mit Hingabe und Sensibilität schildert der Dichter in seinen Gedichten nicht gelebte Gefühle, Erfahrungen, Obsessionen, Zweifel, Unsicherheiten und Kraftlosigkeit. Doch er (be-)nutzt diese kraftlosen Momente und ihre flüchtige Existenz. Zutiefst anrührend mischen sich Erlebnisse und neue Erfahrungen, Erinnerungen und Reflexionen, tief greifende Selbstzweifel und schmerzhafte Selbstvergewisserungen. Christian Ettwigs Gedichte beschreiben Momente der Verlorenheit, die beinahe schon einem pubertären Schmerz nahe kommen. Der Dichter schreibt von Lebensgefühl, vermengt mit Taubheit und Leere. Eine Melancholie in manchmal heller Verzweiflung und im ständigen Kampf, Mut zu besitzen und der Verzweiflung zu entfliehen.

Arbeitsweise:
Ich habe intuitiv fotografiert. Meine Devise ist "unterwegs sein und Abdrücken". Für mich ist es gerade dieses Unperfekte, das im Menschen Zeit und Erinnerung wachruft. Die Person handelt, ich reagiere. Dabei ist mein Blick nicht voyeuristisch. Die Bilder werden zu einem Spiegel, in dem man sich selbst betrachten kann. Ich fange flüchtige Bilder ein, die mein Interesse für Alltägliches, Unscheinbares und Banales aufzeigen.

Stilistische Merkmale:
Die Bilder mit der jungen Frau wurden in Schwarzweiß fotografiert. Wie Robert Frank richtig sagte: "Schwarz und Weiß ist die Vision von Hoffnung und Verzweiflung."

In den farbigen Bildern legte ich die Spannung der Realität des Alltags frei. Sie verfügen über den nötigen Kontrast, der für meine inhaltliche Umsetzung notwenig ist.

Meine Bilder sind Schnappschüsse, die aus Sequenzen und Einzelbildern bestehen. Sie sind geprägt von starken Kontrasten, von Symbol- und Realbildern, d.h. symbolische Anmutung und (reale) Wirklichkeitsdarstellung.

Um dem Aspekt des "Gehens" zusätzlich Ausdruck zu verleihen, habe ich ausschließlich im Querformat fotografiert.

 

 

Verkauf und Vertrieb:

  • Reproduktionen (Preis auf Anfrage)

Preis auf Anfrage

Zusätzlich:

Sie können die ausgestellten Exponate auch kaufen. Preis und Format für eine Reproduktion im Halbe Magnetrahmen plus Verpackung und Versand auf Anfrage / You may purchase the exhibits. Price and size for a reproduction including Halbe magnetic frame plus packaging and transportation on demand

Rechteinhaber:

Carolin Derks