Langtext:
Ich suche die Bildfindung in politischen, sozialen kulturellen und religiösen Themen.
Die Aufnahmen werden nicht inszeniert, sondern es wird der Versuch unternommen, das Ungewöhnliche im Gewöhnlichen zu entdecken.
Sichtbar werden soll das, was gewöhnlich verborgen ist. Wichtiger als das Spektakuläre ist mir dabei das Alltägliche. So wurde ich oft nach der Diplomarbeit "Islam in Deutschland" gefragt, welche Länder ich dafür bereist habe.
Meine Bildsprache soll nicht den distanzierten Blick einer reinen Dokumentation schaffen, sondern durch Nähe zu den Menschen deren emotionalen Zustand wiedergeben, ohne dabei deren persönliche Integrität anzutasten.
Zum Diplom
Das Thema der Diplomarbeit ist "Muslimische Spuren in Deutschland".
Ich möchte mit fotografischen Mitteln versuchen als Außenstehender dokumentarisch ein möglichst objektives Bild einer Kultur, einer Religion zu entwerfen, das die zum Teil verzerrenden Vorstellungen, welche die Medien verbreiteten, korrigieren kann.
Der größte Teil der Arbeit besteht aus Porträts oder aus Situationen mit Menschen. Dabei lag mein Hauptaugenmerk auf der einzelnen Persönlichkeit, dem Individuum.
Mir kam es darauf an, die verschiedenen Gesichter der muslimischen Bevölkerung zu zeigen. Ich wollte die ganze Bandbreite von den strengkonservativen bis zum modern orientierten Menschen darstellen, den alternativen Restaurantbesitzer, die Schauspielerin ebenso wie den Schriftsteller, der zum Nobelpreis nominiert wurde.
Letztendlich wollte ich ein Porträt einer Minderheit entwerfen, die man zu kennen glaubt, die aber in höherem Maße, als zu vermuten wäre, eine terra incognita ist.