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Uli Eberhardt
Short text
Uli Eberhardt Beruf: Journalist Passion: Fotografie.
Meine Bilder fragen nach dem Verhältnis zwischen Mensch und Natur. Sie bilden die Dinge in der ihnen eigenen Würde ab und versuchen, hier eine Position zu finden zwischen den Extremen. Einerseits wird die Natur ökonomisch verbraucht, andererseits sentimental bewundert, weil Verlust spürbar wird. Dazwischen existieren die Dinge, so bedrängt sie auch sein mögen. Meine Arbeiten möchten die Möglichkeit geben, einige davon zu schauen. Mehr bei den Details.
Categories:
Headline:
Portrait Uli Eberhardt Student Campus
Copyright Notice:
H. Rudel/Stuttgarter Zeitung
Keywords:
Uli Eberhardt, Fotografie, Natur, Landschaft
photography, nature, landscape
Long Text:
Das Verhältnis zwischen Mensch und Natur interessiert und beschäftigt mich. Ich schaue auf die Landschaften in meiner Umgebung. Ich will aber nicht mit dem Finger auf sie zeigen, weder sentimentale noch anklagende Gefühle ausdrücken oder erzeugen.
Der Umgang des Menschen mit seiner Umwelt und seinen Mitgeschöpfen kennzeichnet das Leben des Menschen selbst. Der Mensch bedroht seine Lebensgrundlagen und damit langfristig den Bestand der eigenen Gattung. Die Dinge werden die Menschheit überleben – in welcher Form auch immer. Dann existieren sie wieder, wie Immanuel Kant sagt, „an sich“, was bedeutet: Es gäbe dann keinen subjektiven Geist mehr, der sie wahrnehmen könnte.
In der heutigen „bewohnten Landschaft“ („inhabited landscape“, wie es der britische Fotograf Charlie Waite sagt) existieren die Dinge gleichwohl – mit oder ohne die Betrachtung durch den Menschen. Sie werden ge- und verbraucht, behandelt und beachtet oder eben missbraucht, misshandelt und missachtet. Ich suche die Dinge und die Orte, die den Menschen gleichgültig sind, die eben da sind draußen in der Landschaft, oder auf den Straßen und neben den Häusern. Brutale Achtlosigkeit herrscht einerseits. Was zählt schon ein Waldstück, wenn eine Straße gebaut werden muss? Was bedeutet ein überfahrener Wurm? Und andererseits gibt es das pure Gegenteil: haltlose Sentimentalität im eigenen Vorgarten und die Affenliebe zum Haustier.
Aber die Mitgeschöpfe und die Dinge bewahren sich ihre eigene Würde, egal wie bedrängt sie in der Freiheit ihrer Existenz sind. Für Friedrich Schiller sind die Dinge schön, die sich in ihrer Freiheit entfalten können. Ich möchte das mit dem Begriff Würde ergänzend beschreiben. Das suche ich, das kann Fotografie abbilden. Das sind meine Bilder.
Georg Büchner lässt „Lenz“ sagen: „Ich verlange in allem - Leben, Möglichkeit des Daseins, und dann ist’s gut; wir haben nicht zu fragen, ob es schön, ob es häßlich ist.“
Die „Möglichkeiten des Daseins“ in eigener Würde – das könnte ein Ansatz für ein anderes Verhältnis zwischen Mensch und Natur sein.
Size of the Original:
675 x 800 pixels (~ 5 x 6cm @ 300dpi)
All orders will be shipped on CD-ROM or DVD.
Additional:
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